FAQ — Häufige Fragen zu Tallinn
Antworten auf die häufigsten Fragen zur Tallinn-Reise — Schengen-Visum, Tallinn Card, Helsinki-Fähre, Transport und mehr.
Planning
Wann ist die beste Zeit, Tallinn zu besuchen?
Mai-Juni und September sind die ideale Zeit: angenehme Temperaturen, weniger Andrang, faire Preise. Juli-August ist Hochsaison mit langen hellen Abenden und belebten Terrassen, aber auch die vollsten und teuersten Monate. Der Winter hat seinen eigenen Reiz: im Dezember zieht der Weihnachtsmarkt in die Altstadt ein, während Februar der günstigste Monat ist, allerdings auch der kälteste mit den kürzesten Tageslichtstunden.
Brauche ich ein Visum für Estland?
Estland gehört zur EU und zum Schengen-Raum. Bürger der EU und des EWR benötigen kein Visum. Staatsangehörige aus UK, den USA, Kanada, Australien und Neuseeland können bis zu 90 Tage innerhalb von 180 Tagen visumfrei einreisen - das ist die Schengen-90/180-Regel, bei der die in allen Schengen-Ländern verbrachte Zeit zusammengezählt wird. Andere Staatsangehörige benötigen möglicherweise vorab ein Schengen-Visum; Details bietet die estnische Polizei- und Grenzschutzbehörde (politsei.ee).
Money
Welche Währung wird in Tallinn verwendet?
Estland verwendet den Euro. Kartenzahlung, auch kontaktlos, wird fast überall akzeptiert - in Restaurants, Straßenbahnen, auf Märkten und sogar in kleinen Cafés. Geldautomaten sind reichlich vorhanden, falls Sie Bargeld brauchen, und etwa 20-30 Euro in bar reichen für die ganze Reise. Wechselstuben sollte man meiden - sie bieten schlechtere Kurse als ein Bankautomat.
Sollte ich in Tallinn Trinkgeld geben?
Trinkgeld wird geschätzt, ist aber nicht Pflicht. In Restaurants mit Tischbedienung sind 10% oder das Aufrunden der Rechnung üblich, sofern kein Serviceentgelt bereits enthalten ist - prüfen Sie die Rechnung. Reiseführer bei privaten Touren oder Kleingruppentouren erhalten in der Regel 5-10 Euro pro Person für einen halben Tag. "Kostenlose" Stadtführungen funktionieren über Trinkgeld, erwartet werden 10-15 Euro pro Person. Aufrunden ist bei Bolt-Fahrten und Taxis üblich, und ein paar Münzen im Trinkgeldglas eines Cafés sind eine nette Geste, aber keine Pflicht.
Practical
Ist Tallinn sicher für Touristen?
Ja, Tallinn zählt zu den sichereren europäischen Hauptstädten. Gewaltverbrechen gegen Touristen sind selten. Das Hauptrisiko ist Taschendiebstahl in überfüllten Bereichen der Altstadt im Sommer, etwa am Raekoja plats sowie in der Pikk- und Viru-Straße. Ein weiteres Thema sind überteuerte, unregulierte Taxis am Fährhafen und Flughafen - besser die App Bolt nutzen, die den Preis im Voraus anzeigt. Die Notrufnummer ist 112.
Gibt es in Tallinn guten Internetzugang?
Ja - Estland zählt zu den digital am weitesten entwickelten Ländern der Welt, und die Konnektivität in Tallinn ist ausgezeichnet. EU-Besucher können dank der EU-Roaming-Regeln ihren Heimattarif ohne Zusatzkosten nutzen. Besucher von außerhalb der EU können eine lokale SIM-Karte von Telia, Elisa oder Tele2 kaufen (ab etwa 10-15 Euro) oder vor der Abreise eine eSIM aktivieren. Kostenloses WLAN ist in der Altstadt, in Cafés und Hotels weit verbreitet.
Was ist die Stromspannung in Tallinn?
Estland nutzt 230V / 50Hz mit der europäischen Standard-Zweipol-Steckdose Typ F (Schuko). Besucher aus UK, den USA und Australien benötigen einen Steckeradapter, und US-Geräte, die für 110-120V ausgelegt sind, benötigen möglicherweise zusätzlich einen Spannungswandler.
Transport
Wie kommt man in Tallinn herum?
Die Altstadt ist kompakt und lässt sich leicht zu Fuß erkunden - man durchquert sie in etwa 20 Minuten. Straßenbahnen verbinden das Zentrum mit Kadriorg, Kalamaja und dem Flughafen; eine Fahrt kostet 1,50 Euro und wird durch Auflegen einer kontaktlosen Bankkarte am Validator bezahlt (kostenloser Nahverkehr gilt nur für registrierte Einwohner Tallinns, nicht für Touristen). Die Straßenbahnlinie 4 fährt in etwa 15 Minuten direkt zum Flughafen. Bolt, die estnische Mitfahr-App, ist günstig und zuverlässig für längere Strecken.
Culture
Welche Sprache spricht man in Tallinn?
Estnisch ist die Amtssprache, eine finno-ugrische Sprache, die mit dem Finnischen verwandt und mit Russisch oder Deutsch nicht verwandt ist. Englisch wird im Tourismus- und Gastgewerbe Tallinns souverän gesprochen, sodass Sie sich problemlos verständigen können. Auch Russisch wird weithin verstanden, besonders von älteren Einwohnern. Ein paar estnische Wörter zu lernen, etwa "Tere" (hallo) und "Aitäh" (danke), ist eine kleine Geste, die immer herzlich aufgenommen wird.
Welche Speisen sollte ich in Tallinn probieren?
Unbedingt probieren: Verivorst (Blutwurst, besonders um Weihnachten), Mulgipuder (Kartoffel-Gersten-Brei mit Schweinefleisch), Suitsukala (Räucherfisch, vor allem Ostseesprotte) sowie dunkles, säuerliches Roggenbrot (Leib). Kalev-Marzipan ist das klassische süße Mitbringsel. Für das vollständigste und günstigste Bild der einheimischen Küche lohnt sich der Balti-Jaam-Markt, wo mehrere Stände frischen Räucherfisch, Brot und traditionelle Gerichte anbieten.